Zeitschrift für deutsche Philologie

Rüdiger Schnell (Hg.): Konversationskultur in der Vormoderne. Geschlechter im geselligen Gespräch

Beim Stichwort ‚Konversationskultur‘ denkt man an das Zeitalter des Humanismus oder der Renaissance, an italienische Höfe und französische Salons. Das gesellig-zwanglose Gespräch soll im 16. oder 17. Jahrhundert erstmals aufgekommen sein, und zwar – glaubt man dem gängigen Forschungsmythos – gleichsam aus dem Nichts heraus. Denn vor der ‚dialogischen Renaissance‘ war das ‚monologische Mittelalter‘ , eine angeblich gänzlich sprachund humorlose Epoche.

Seiten 152 - 155

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