BUCHBESPRECHUNGEN
Jagd und höfische Kultur im Mittelalter, hg. v. Werner Rösener (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 135), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997.
Joachim Bumke
Das Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen widmet sich schon seit längerer Zeit der Erforschung der höfischen Kultur im Mittelalter. 1985 erschien der von J. Fleckenstein herausgegebene Band „Das ritterliche Turnier im Mittelalter“, der die in Deutschland lange vernachlässigte Turnierforschung auf eine neue Grundlage stellte. 1990 folgte der Band „Curialitas. Studien zu Grundfragen der höfisch-ritterlichen Kultur“, in dem zum ersten Mal von historischer Seite Bilanz gezogen wurde auf einem Gebiet, das bis dahin fast ausschließlich von Kultur- und Literarhistorikern bearbeitet worden war. Der hier anzuzeigende Band „Jagd und höfische Kultur im Mittelalter“ setzt diese Reihe fort. Für die Jagd ist die Forschungslage allerdings noch schlechter als für das Turnier, da sowohl die historischen als auch die literarischen Quellen nur unzureichend gesammelt und erforscht sind. Daran kann auch der neue Band nichts ändern.
(Seite 110 - 112)
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