AUFSÄTZE
Vom Scheitern und der Notwendigkeit des Entwurfs gegen die „Diktatur des Indikativs“. Die konfigurale Projektion in Alfred Anderschs Roman „Winterspelt“
Bernhard Budde
In kritischer Distanz zu einer vereinfachenden Autorinterpretation betont der Aufsatz die Offenheit und Polyvalenz des Romans, der seine poetologischen Voraussetzungen reflektiert und in eine komplexe Erzählstruktur überführt. Gerade angesichts der nie außer Acht gelassenen falschen oder mangelnden historischen Entschlüsse, politischer wie militärischer Art, erhält „Winterspelt“ insbesondere die Hoffnung auf den ‚Widerstand des Ästhetischen‘; nicht überschritten wird dabei die Grenze, die dem vorgestellten ‚Denken im Konjunktiv‘ gesetzt ist.
This article distances itself from simplifying statements by the author and stresses the polyvalent features of „Winterspelt“ and thus its openness to different interpretations. The novel reflects on its poetological premisses and transforms them into a complex narrative structure. Incorrect or missing historical decisions, both political and military, are never disregarded, which means that „Winterspelt“ preserves the hope especially of aesthetic resistance. The text is always aware, though, of the limitations of hypothetical thinking.
This article distances itself from simplifying statements by the author and stresses the polyvalent features of „Winterspelt“ and thus its openness to different interpretations. The novel reflects on its poetological premisses and transforms them into a complex narrative structure. Incorrect or missing historical decisions, both political and military, are never disregarded, which means that „Winterspelt“ preserves the hope especially of aesthetic resistance. The text is always aware, though, of the limitations of hypothetical thinking.
(Seite 229 - 251)
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