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Inhalt der aktuellen Ausgabe 02/2026

DOI: https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2026.02
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1868-7806
Ausgabe / Jahr: 2 / 2026
Veröffentlicht: 2026-06-18

Inhalt

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Aufs�tze

Schriftpolitik

  • Dr. Alena Heinritz
  • Prof. Dr. Julia Nantke

Der Aufsatz untersucht Werke deutschsprachiger Schriftstellerinnen um 1800 in Hinblick auf Bedingungen und Strategien von Autorinnenschaft. Die Untersuchung zeigt, dass sich die Bedingungen weiblichen Schreibens signifikant von denen m�nnlicher �Werkpolitik� (Martus) unterscheiden, weshalb wir den Begriff �Schriftpolitik� f�r angemessener halten, um ihre gleichwohl strategischen Praktiken zu beschreiben.

Das Taktgef�hl der Uhrmacherin

  • Dr. Sophie-C. Hartisch

Die Erz�hlung �Lotti, die Uhrmacherin� von Marie von Ebner-Eschenbach verhandelt anhand zweier Leseszenen den Wandel von Rezeptionsmodi und Autorschafts-funktionen im Kontext des sich ausdifferenzierten modernen Literaturbetriebs.

Gesandte und Gesalbte

  • Dr. Elias Kreuzmair

Der Beitrag zeigt, dass Hanns Heinz Ewers� Erz�hlung �Der strahlende Mann� (1925) eine literarische Medientheorie entwickelt. Unter R�ckgriff auf mediengeschichtliche �berlegungen zur vermehrt drahtlosen Telekommunikation und unter Ber�cksichtigung der konkreten medialen Situation ihrer Publikation wird �Der strahlende Mann� als ein Text lesbar, der die mediale Konstellation der 1920er reflektiert und nach ihrem Mythos fragt.

Der Papst aus dem Mutterscho�

  • Charlotte Elisabeth Painter

Der Beitrag untersucht die Bedeutung von Bachofens theoretischer Schrift �Das Mutterrecht� f�r Thomas Manns �Erw�hlten� und zeigt, dass zentrale Begriffe und Konzepte von Bachofens Theorie tief in Struktur, Symbolik, Erz�hlperspektive und -stil des Romans eingewoben sind.

�Die Ewigkeit�

  • Dr. Stefan Bub

Paul Celans Besuch der etruskischen Nekropole von Cerveteri w�hrend eines Rom- Aufenthalts im Jahr 1964 findet einen (zweiten) Widerhall in dem drei Jahre sp�ter entstandenen Gedicht �Die Ewigkeit�, das den Gedanken an Cerveteri mit der Vorstellung der Vernichtungslager �berblendet und zum Erl�schen bringt.

�Wie auf einem Grab steht dein Name auf dem Buch�

  • Dr. Aglaia Kister

Der Artikel untersucht die poetologische Signifikanz des Todes in Wolf Haas� Roman �Eigentum�. Anlass des Erz�hlens ist das Sterben der Mutter � der Tod bildet die Quelle der literarischen Erinnerungsarbeit und der textuellen Selbstreflexion. Zugleich h�ngt er aufs Engste mit der titelgebenden Thematik des Eigentums und des Geldes zusammen.

Buchbesprechungen

Demian Berger: Nacim Ghanbari: Patronage und deutsche Literatur im 18. Jahrhundert

  • PD Dr. Demian Berger

Das Buch von Nacim Ghanbari, entstanden als Habilitationsschrift an der Universit�t Siegen, untersucht die soziale Praxis und Institution der Patronage als eine der zentralen Erm�glichungsbedingungen literarischer Produktion und �ffentlichkeit im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts. Patronage wird definiert als �eine Form der sozialen, materiellen und ideellen F�rderung, die eine asymmetrische Beziehung zwischen Patron (Patronin) und Klient (Klientin) schafft�.

Herman Grimm: Die neue Religion. Ein Comicstrip von 1848, hg. v. Peter Sprengel

  • PD Dr. phil. Olaf Briese

In seiner 1853 erschienenen �Aesthetik des H��lichen� r�umte Karl Rosenkranz der Karikatur einen breiten Raum ein. In der Tat: Karikaturen hatten � nicht zuletzt bedingt durch technische Neuerungen und durch Innovationen im Buchmarkt � in den Jahren zuvor eine rasante Karriere erfahren.

Kira Kaufmann: Zeugnisse des Okkulten. Literatur und Esoterik im Wiener Fin de Si�cle

  • Paul Hohn

Kira Kaufmanns Gesamtdarstellung der �Wechselwirkungen zwischen Okkultismus und Literatur� der Wiener Moderne stellt eine Pionierleistung dar, wie sie in der Germanistik bislang nur f�r Spiritismus und Moderne in M�nchen und Berlin erbracht worden ist. Viele Fragen zu Spiritismus, Theosophie, Parapsychologie und den Literaturen von Europa, Nord- und S�damerika zwischen 1850 und 1950 sind offen � oder allererst zu stellen.

Julia Mierbach: Reihenbildung zwischen Methode und Verfahren. Eine Theoriegeschichte der Moderne

  • Sarah Maria Teresa Goeth

Schon in der griechischen Antike werden Reihenbildungen als Grundformen des Zusammenhangs und der Kontinuit�t in unterschiedlichen Wissenschaften wie der Mathematik, der Philosophie, der Biologie, aber auch der Geschichtswissenschaft und der Poetik diskutiert und halten sich als grundlegendes Konnektivit�tsmoment in Theorie und Praxis bis heute.

Eva Blome: Ungleiche Verh�ltnisse. Bildungsgeschichten als literarische Soziologie

  • Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf

Eva Blome nimmt in ihrer Greifswalder Habilitationsschrift einen aktuellen Trend in der Literaturwissenschaft auf, die Wiederkehr des Begriffs der ,Klasse�, die sp�testens seit Didier Eribons �Retour a Reims� (2009) und den autofiktionalen Werken von Annie Ernaux gerade in der Autobiographieforschung zu Neuperspektivierungen gef�hrt hat.

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