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AUFSÄTZE

Irrgänger, Teufelskinder und unkeusche Spiele. Althochdeutsche Griffelglossen zu Isidor von Sevilla „De ecclesiasticis officiis“(1)

Kennzahl zfdph_20090302
Andreas Nievergelt
 
Der „Liber Officiorum“ gehört zu den recht häufig althochdeutsch glossierten Texten Isidor von Sevillas. Bis dahin waren vor allem Glossen in Glossaren und nur wenige Textglossierungen bekannt. Dieses Bild hat sich verändert, seit Handschriften systematisch auf Einritzungen untersucht werden und in einer Reihe von „Officia“-Handschriften eingeritzte althochdeutsche Textglossen gefunden wurden. Aus ihnen ragen die zahlreichen Eintragungen des Codex Clm 18524b heraus. In der Mehrzahl deutlich lesbar, überliefern sie etliche Erstbelege für Wörter und Wortbildungen. Paläographische und sprachliche Merkmale weisen auf eine Eintragung der Griffelglossen in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts in Salzburg.

The “Liber Officiorum” belonged to the texts of Isidor of Sevilla which were frequently glossed in Old High German. Up until then, the glosses we know of were chiefly in glossaries, with only a small number in texts. This picture has changed since manuscripts have been systematically examined for scratches, and scratched Old High German glosses were found in a number of “Officia” manuscripts. The numerous entries in the Codex Clm 18524b stand out in this group. For the most part they are clearly legible and they provide the first evidence for a number of words and word-formations. Palaeographic and linguistic characteristics point to the dry-stylus glosses being made in the first half of the 9th century in Salzburg.
(Seite 321 - 345)
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