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AUFSÄTZE

Die literarische Darstellung des Holocaust. Ein semiologisches Modell zum Beschreiben und Erfassen von Typologien

Kennzahl zfdph_20090408
Christian Dawidowski
 
Trotz zahlreicher Publikationen zur Holocaust-Literatur fehlt bislang eine Einteilung dieses Genres, die mehr leistet als eine schlichte Periodisierung. Die Disparität der Texte zum Holocaust erschwert eine solche Einteilung unverhältnismäßig; hinzu kommt das im Umgang mit dem Holocaust gravierende Problem des Verhältnisses zwischen dem realem Geschehen und dem literarischen Umgang mit demselben. Um einen Ausweg aus diesem Dilemma zu weisen, nutzt der Beitrag einen semiologischen Ansatz in der Tradition Peirces zum Zwecke einer Einteilung. Bei der Untersuchung von einschlägigen Texten zum Holocaust kann so gezeigt werden, worin sich beispielsweise Hilsenraths Prosa, Celans Lyrik und Ruth Klügers Erinnerungen oder Spiegelmans „Maus“ unterscheiden.

Despite numerous publications on Holocaust literature, so far there has not been a classification of this genre which provides more than a simple division into periods. The disparity of the texts on the Holocaust makes such a classification disproportionately more difficult; in addition, there is the serious problem of the relationship between the real events of the Holocaust and their treatment in literature. In order to find a way out of this dilemma, the article uses a semiological approach in the tradition of Peirce for the purposes of a classification. When studying texts relevant to the Holocaust this enables us to show the ways in which for example Hilsenrath’s prose, Celan’s poetry and Ruth Klüger’s memoirs or Spiegelman’s “Maus” differ.
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