BUCHBESPRECHUNGEN
Kirk Wetters: The Opinion System. Impasses of the Public Sphere from Hobbes to Habermas, Fordham University Press, New York 2008.
Irmela Schneider
In einem Beitrag aus dem Jahre 1957 unterscheidet Paul F. Lazarsfeld für Theorien der öffentlichen Meinung zwischen einer ‚klassischen Tradition‘ und dem ‚empirischen Zugang‘. Unmittelbar an Lazarsfeld anschließend, vertritt Elisabeth Noelle-Neumann rund zwei Jahrzehnte später die These, dass mit der empirischen Meinungsforschung all jene Sackgassen verlassen seien, in die die klassische Tradition – als Vertreter nennt sie John Locke, David Hume und Jean-Jacques Rousseau – geführt habe. Während sich die Klassiker auf Vermutungen über die öffentliche Meinung stützen müssten, weise der empirische Ansatz den Weg, wie man die öffentliche Meinung ‚zeigen‘ und ‚beweisen‘ könne.
(Seite 615 - 618)
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