BUCHBESPRECHUNGEN
Jens Bisky: Kleist. Eine Biographie, Rowohlt, Berlin 2007; Herbert Kraft: Kleist. Leben und Werk, Aschendorff, Münster 2007; Gerhard Schulz: Kleist. Eine Biographie, C. H. Beck, München 2007.
Klaus Müller-Salget
Dass im Jahre 2007 gleich drei neue Kleist-Biographien erschienen sind, mag verwundern, da doch (noch) kein Jubiläum anstand und auch keine neuen Fakten zu Kleists Leben mitgeteilt werden konnten. Für Gerhard Schulz und Jens Bisky ging es darum, über eine genauere Betrachtung von Kleists persönlichem, literarischem, historischem Umfeld ein differenzierteres Bild des Autors zu gewinnen. Solches findet sich auch, wenngleich entschieden kürzer, in dem vergleichsweise schmalen Band von Herbert Kraft. Gleichwohl sollen hier Leben und Werk Kleists vor Augen geführt werden, was problematische Vereinfachungen und Vereindeutigungen zur Folge hat. Gespart wird schon bei den Nachweisen der Zitate aus Kleists Werken und Briefen, aus Helmut Sembdners Dokumentensammlungen sowie den in den „Brandenburger Kleist- Blättern“ 13 und 14 vorgelegten „Dokumenten und Zeugnissen“. Dazu heißt es lapidar zu Beginn des Anmerkungsteils: „Die nicht nachgewiesenen Zitate sind den [neun!] Ausgaben oder den Dokumentenbänden (siehe S. 225) entnommen, sie lassen sich bei Bedarf über die dortigen Register und die Chronologie auffinden.“ (K 227) Wer sich nicht ohnehin auskennt, ist da wohl verloren.
(Seite 621 - 628)
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