BUCHBESPRECHUNGEN
Bernd Witte: Jüdische Tradition und literarische Moderne. Heine, Buber, Kafka, Benjamin, Carl Hanser, München 2007.
Tore Langholz
Bernd Witte hat eine Textsammlung vorgelegt, die den Zugriff der Literaturwissenschaften auf die jüdische Tradition korrigieren könnte. Ausgehend von einem nachhaltigen Interesse an der Kommentierungspraxis des Judentums ist es ihm gelungen, vier Schriftsteller der literarischen Moderne vor dem Hintergrund der Unterscheidung der schriftlichen und mündlichen Torah zu lesen. Wittes Vorhaben ist in einem einleitenden Kapitel über die „Aktualität der deutsch-jüdischen Literatur“ zielstrebig formuliert, in welchem er den kognitiven Kern der jüdischen Tradition aus der doppelten Torah herausschält (S. 9). Er stellt somit auf einen Schrift- und Sprachbegriff im Judentum ab, der mit der Offenbarung des Gesetzes im 2. Buch Mose 24,12 der Hebräischen Bibel erahnbar und in den Kommentaren der Rabbiner zur unabschließbaren Entfaltung getrieben wird.
(Seite 628 - 631)
Freier Download für Abonnenten (Zeitschrift und eJournal)
Sie sind bereits Kunde? Dann loggen Sie sich bitte mit Ihrer myESV-Zugangskennung ein. Ihr Ticket erhalten Sie per E-Mail beim
Abo-Vertrieb oder per Fax unter 030/25 00 85-275.
Kauf für Nichtabonnenten
Wenn Sie kein Abonnent von Zeitschrift für deutsche Philologie sind, stehen Ihnen die Beiträge der Zeitschrift einzeln zum Kauf zur Verfügung. Informieren Sie sich über das günstige
Abonnement.
*) Der Preis beinhaltet bereits die gesetzliche MwSt. von 19%.
Lieferkosten werden nicht berechnet, es wird lediglich eine Verfügungspauschale in Höhe von EUR (D) 4,95 für die Sammelrechnung fällig.
Lieferkosten werden nicht berechnet, es wird lediglich eine Verfügungspauschale in Höhe von EUR (D) 4,95 für die Sammelrechnung fällig.
