Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2005 » Bilder und Gegenbilder des Philologen zwischen Aufklärung und Romantik

Bilder und Gegenbilder des Philologen zwischen Aufklärung und Romantik

Die Etablierung der (Alt-)Philologie als eigenständiges Universitätsfach und ihre Nobilitierung durch die Philosophie der Romantik geht um 1800 mit neuhumanistischen Reformbestrebungen des altsprachlichen Schulunterrichts Hand in Hand. Befördert wird dieser Prozess durch die vorangegangene satirische Kritik an überkommenen Formen einer pedantischen, weltfremden Buchstabenphilologie. Dieser selbstkritische Zug mag als lebenswichtige sechste „Macht der Philologie“ Hans Ulrich Gumbrechts fünf philologischen Schlüsselkompetenzen und Begehrlichkeiten – Sammeln, Edieren, Kommentieren, Historisieren, Lehren – zur Seite treten.

The discipline of (classical) philology was established in the German university system around 1800. The conditions for its institutional acceptance were the pedagogical reforms of the New Humanists as well as a re-evaluation of philology through the philosophy of Romanticism. Satires on old-fashioned forms of pedantic, quixotic and overly literal scholarship supported this development. This self-critical quality is an essential competence which might be added to Hans Ulrich Gumbrecht's five “Powers of Philology” (2002): collecting, editing, annotating, historicising, teaching.

Seiten 161 - 179

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.02.2005.161

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