Stets auf dem Laufenden – mit dem kostenlosen Newsletter!
Christoph Menke: Die Gegenwart der Tragödie. Versuch über Urteil und Spiel, Suhrkamp, Frankfurt/Main 2005.
Tragödientheorien haben seit jeher ein zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Zeit. Nietzsche beklagte rückblickend die fehlerhaften Nutzanwendungen auf Gegenwärtigstes, mit denen ich mir damals mein erstes Buch [Die Geburt der Tragödie] verdarb; Benjamins Trauerspielbuch, als Habilitation eingereicht, besiegelte das akademische Schicksal seines Autors; und Stanley Cavells labyrinthischer Essay zum Verhältnis von Liebe und Skeptizismus bei Shakespeare hat inhaltlich wie stilistisch wenig mit der sprachanalytischen Philosophie seiner Zeit gemein. Christoph Menkes Die Gegenwart der Tragödie bleibt dieser Tradition treu. Unzeitgemäß an Menkes Buch ist nicht nur die These, dass unsere Gegenwart eine von Tragödien ist. Unzeitgemäß ist auch der Versuch, in einem von Sophokles König Ödipus bis Botho Strauß Ithaka reichenden Argumentationsbogen das Wesen der Tragödie zu bestimmen.
Seiten 609 - 613
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.04.2006.609
Dieses Dokument kaufen
- schnell informieren: downloaden und lesen
- auf Wissen vertrauen: geprüfte Fachinformation als PDF
- bequem zahlen: Zahlung gegen Rechnung, durch Bankeinzug oder per Kreditkarte
Nutzen Sie unser Archiv und recherchieren Sie in den Inhaltsverzeichnissen, Kurz- und Volltexten seit Ausgabe 01/1998
Jahrgang 2011 ▼
Jahrgang 2010 ▼
Jahrgang 2009 ▼
Jahrgang 2008 ▼
Jahrgang 2007 ▼
Jahrgang 2006 ▼
- Ausgabe 04/2006
- Ausgabe 03/2006
- Ausgabe 02/2006
- Ausgabe 01/2006
