Inhalt » Archiv » Ausgabe 01/2004 » Civitas permixta und dritte werilt: Die ‚Programmstrophen‘ des „Annolieds“

Civitas permixta und dritte werilt: Die ‚Programmstrophen‘ des „Annolieds“

Die Eingangsabschnitte des "Annolieds" formulieren programmatisch die Quintessenz des Geschichts- und Menschenbildes der Dichtung, die sich als Ganzes unter den ontologischen Leitbegriff einer ‚dritten', zwischen und über den beiden Schöpfungswelten von Geist und Körper angesiedelten Welt stellt. Der Begriff und die zugrundeliegende antidualistische Weltsicht leiten als sinnstiftender Faden durch die verwirrende Fülle von Stoffen, Bildern und Episoden, die der Text auf engstem Raum entfaltet, und bilden die Folie für seine einzigartige dreiteilige Struktur.

The opening sections of the Annolied formulate programmatically the essence of the image of history and man in the poem, which can be subsumed under the ontological concept of a 'third' world located between the two worlds of mind and body. The concept and the antidualistic world view underlying it form a thread through the confusing abundance of subject matter, pictures and episodes which the text unfolds in rapid succession and form the foil for its unique three-part structure.

Seiten 1 - 18

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.01.2004.001

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