Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/1998 » Das literarische Ich als Seismograph oder von der Objektivität der Subjektivität. Zu Börnes früher vormärzlicher Erzählprosa

Das literarische Ich als Seismograph oder von der Objektivität der Subjektivität. Zu Börnes früher vormärzlicher Erzählprosa

Bisher wenig beachtete frühe Texte Börnes weisen literarische Erneuerungen auf, die das aufklärerische europäische Erbe während der Restaurationsperiode bewahren. Der Aufsatz hebt ein von den eingeschränkten Publikationsmöglichkeiten geradezu erzwungenes Kunst-Mittel hervor: die Konstituierung einer mit der Person des Autors nicht voreilig zu identifizierenden Subjektivität. Diese reibt sich satirisch an den gesellschaftlichen Hemmnissen, erfährt, spiegelt und objektiviert sie in nur scheinbar akzidentellen Begebenheiten des Alltags.

Börne’s early writings, hitherto widely neglected, show innovative features which preserve the heritage of the European Enlightenment during the time of the German Restoration. This article emphasises a means of artistic expression almost imposed by the limited opportunities for publication at the time: the creation of subjectivity separate from the author’s own subjectivity. This kind of subjectivity confronts obstacles within society, and experiences, reflects and objectifies them by means of the only seemingly accidental events of everyday life.

Seiten 210 - 228

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.02.1998.210

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