Inhalt » Ausgabe 04/2011 » „Der ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst“. Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“

„Der ganze Begriff des speculativsten Theils der Kunst“. Über die „Juno Ludovisi“ in Schillers „Briefen über die ästhetische Erziehung“

Die klassische Ästhetik des deutschen Idealismus hat ihren wirkmächtigsten und selber wieder klassisch gewordenen Ausdruck in den „Briefen über die ästhetische Erziehung“ gefunden, die Friedrich Schiller 1795 im ersten Jahrgang seiner Zeitschrift „Die Horen“ veröffentlicht hat. In der genauen Mitte dieses Manifests, mit dem sein Autor die Ziele der Französischen Revolution in Deutschland durch eine ästhetische Revolution verwirklichen zu können hoffte, fasst er seine Anschauungen wie in einem Brennpunkt in der Beschreibung einer antiken Statue zusammen. Der in dreifacher Lebensgröße ausgeführte Marmorkopf der sogenannten „Juno Ludovisi“ wird ihm zum anschaulichen Symbol der übernatürlichen, gleichsam religiösen Wirkung klassischer Kunst.

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZfdPh.04.2011.599

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