Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2009 » Die „Lokulamente“ des Gehirns. „Schoenschreiben“ bei Goethe
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Die „Lokulamente“ des Gehirns. „Schoenschreiben“ bei Goethe

In diesem Aufsatz schlage ich einen Bogen von der ‚Entdeckung des Gehirns‘ um 1800 zum schreibenden Goethe. Dass Schreibideation im Gehirn lokalisierbar ist, stellt für die Autoren, die im historischen Kontext der Assoziationstheorie Hartleys, Priestleys und der physiologischen Psychologie Purkinjes, Johannes Müllers, Ernst Stiedenroths verortbar sind, ein Faszinosum dar und versieht sie mit einem zentralen Modus literarischer Produktivität. Dass Goethe (neben Jean Paul und Lichtenberg) dieser Autorengruppe, also dem ‚Experimentalsystem Schreiben‘, angehört, ist bis jetzt zu wenig beachtet worden.

In this article I endeavour to make a connection between the ‘discovery of the brain’ around 1800 and a change in ‘writing systems’ of the authors in question: Lichtenberg, Jean Paul and Goethe. Focussing on the latter here, the opposition between the classical and the experimental Goethe becomes suspect: his interest in contemporary brain research (Soemmerring, Gall), in the association theories of Hartley and Priestley, and in the physiological psychology of Johannes Müller and Purkinje sheds light on a Goethe who acknowledges – and utilises – the strong ties between brain-writing and hand-writing.

Seiten 179 - 206

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.02.2009.179

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