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„Geltung ohne Bedeutung“ – Zur Architektonik des Gesetzes bei Franz Kafka und Giorgio Agamben

Zur Architektonik des Gesetzes bei Franz Kafka und Giorgio Agamben

Die Darstellung des Gesetzes in Kafkas "Proceß" enthält sowohl jüdische als auch christliche, sowohl geistliche als auch weltliche Elemente. Sie lässt sich als ein Synkretismus begreifen, dem es nicht um ein besonderes Gesetz, sondern um die "reine Form des Gesetzes" (Giorgio Agamben) zu tun ist. Agambens Interpretation der "Türhüterlegende" verfehlt Kafkas Darstellung jedoch insofern, als sie selbst einem römisch-christlichen Zugang zum Gesetz verpflichtet bleibt.

The portrayal of the law in Kafka's "Der Process" (The Trial) contains both Jewish and Christian, both spiritual and worldly elements. It can be understood as a pure syncretism, in which it is not a question of a particular law, but of "a pure form of the law" (Giorgio Agamben). However, Agamben's interpretation of the "gatekeeper parable" misses Kafka's description in so far as this is based on a Roman-Christian approach to the law.

Seiten 499 - 519

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.04.2005.499

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