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Gieshüblers Kohlenprovisor
Der Kolonialdiskurs und das Hirngespinst vom spukenden Chinesen in Theodor Fontanes Effi Briest
Allen imperialismuskritischen Aussagen Fontanes zum Trotz folgt sein Roman "Effi Briest" in zentralen Passagen den Regeln des zeitgenössischen Kolonialdiskurses. Mit der Kenntnis dieser Regeln lässt sich die vieldiskutierte Figur des Chinesen in der Verflechtung von ,Sexualität' und ,Imperialismus' neu entziffern. Außerdem kommt, neben Innstettens afrikanischer Fluchtphantasie im 35. Kapitel, eine Randfigur zum ersten Mal in den Blick, mit der der Text ganz nach kolonialistischer Manier verfährt.
In spite of all Fontane's critical remarks about imperialism, central passages of his novel "Effi Briest" follow the rules of the contemporary colonial discourse. A knowledge of these rules enables us to come to a new understanding of the much debated figure of the Chinaman in the intertwining of 'sexuality' and 'imperialism'. In addition to this, and alongside Instetten's African flight fantasy in chapter 35, a peripheral figure which the text treats in a typically colonialist manner is brought into focus.
Seiten 544 - 563
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZFDPH.04.2003.544
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