Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2011 » Lichtenbergs ‚lab‘ und Jean Pauls Ideenwürfeln: Assoziationen, Physiologie, Schreiben

Lichtenbergs ‚lab‘ und Jean Pauls Ideenwürfeln: Assoziationen, Physiologie, Schreiben

Ausgehend von Hartleys monistischer Assoziationstheorie verfolge ich Spuren eines schreibproduktiven Konzepts bei Jean Paul und Lichtenberg, das auf Assoziationen fußt und gleichzeitig die ‚Entdeckung des Gehirns‘ Ende des achtzehnten Jahrhunderts einbezieht. Jean Paul wird, pointiert, als Schreibnovize Lichtenbergs präsentiert. Bei Ersterem stehen die Exzerpte und ‚Arbeitsblätter‘ zum „Hesperus“ sowie die autobiographischen ‚Nebentexte‘, besonders das „Vita-Buch“, im Mittelpunkt der Manuskriptanalyse, bei Letzterem der sogenannte Blumenbach-Brief. Analog zu Hypothesen der Schreibforschung werden emotionale und autobiographische ‚Rahmungen‘ der Ideengenese beim Schreiben in die Untersuchung einbezogen.

Using Hartley’s monistic theory of association as a starting point, I follow traces of a productive writing concept in the works of Jean Paul and Lichtenberg, which is based on associations and also involves the ‘discovery of the brain’ at the end of the eighteenth century. Jean Paul is pointedly presented as Lichtenberg’s literary novice. For the former the analysis focuses on the excerpts and ‘worksheets’ for ‘Hesperus’ and the autobiographical secondary texts, especially the ‘Vita-Buch’, for the latter the so-called Blumenbach letter. In an analogy with hypotheses from writing research, the emotional and autobiographical ‘framing’ of the ideas as they emerge during the writing process is included in the study.

Seiten 161 - 196

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZfdPh.02.2011.161

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