Inhalt » Archiv » Ausgabe 04/2011 » Wilhelm Amann: Heinrich von Kleist; Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie; Anna Maria Carpi: Kleist. Ein Leben; Hans Joachim Kreutzer: Heinrich von Kleist; Peter Michalzik: Kleist. Dichter, Krieger, Seelensucher. Biographie; Hans-Jürgen Schmelzer: Heinrich von Kleist. Deutschlands unglücklichster Dichter. Sein Leben, seine Persönlichkeit, sein Werk.
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Wilhelm Amann: Heinrich von Kleist; Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie; Anna Maria Carpi: Kleist. Ein Leben; Hans Joachim Kreutzer: Heinrich von Kleist; Peter Michalzik: Kleist. Dichter, Krieger, Seelensucher. Biographie; Hans-Jürgen Schmelzer: Heinrich von Kleist. Deutschlands unglücklichster Dichter. Sein Leben, seine Persönlichkeit, sein Werk.

Zu den letzteren gehört geradezu paradigmatisch das Buch von Hans-Jürgen Schmelzer. Schon ein Blick in die Bibliographie (vgl. Sch 245–247) lässt schaudern. Nicht einmal die drei genannten Kleist-Ausgaben werden korrekt verzeichnet. Verfassernamen und Titel der sonstigen Literatur werden teilweise falsch geschrieben oder auf schon groteske Weise abgekürzt. Aus Paul Hoffmanns Aufsatz „Ulrike von Kleist über ihren Bruder Heinrich“ wird „Ulrike von Kleist und ihre Brüder“ (Sch 246). Und so weiter. – Im Text stellt sich dann bald heraus, dass hier mit Zitaten ganz unverantwortlich umgegangen wird. Hervorhebungen in Kleists Texten werden meist gar nicht, manchmal durch Sperrdruck, manchmal mit einschließenden einfachen (oder auch doppelten) Anführungszeichen markiert – warum dann überhaupt? Mit Kleists Interpunktion springt Schmelzer nach Belieben um, die Orthographie auch der zeitgenössischen Zeugnisse wird noch über das von Sembdner Vorgegebene hinaus ‚normalisiert‘. Hinzu kommen Fehler über Fehler im Wortlaut. Kurz: Es herrscht die reine Willkür. Zugegeben, es gibt auch korrekte Zitate, aber dann kommt es wieder knüppelhageldick, z.B. auf S. 104f.: Im Eintrag Kleists ins Koppenbuch der Hampelbaude finden sich sieben Fehler, in demjenigen seines Bruders Leopold deren drei, und im anschließenden Briefzitat fehlen vier Wörter. Oder S. 174, Absatz 1 und 2: Fünf Zitate, 12 Fehler. Und so fort.

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZfdPh.04.2011.609

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