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Wolf Gerhard Schmidt: Zwischen Antimoderne und Postmoderne
In seiner beeindruckend umfangreichen Habilitationsarbeit über das deutsche Drama der Nachkriegszeit geht Wolf Gerhard Schmidt das grundlegende Vorurteil der Literaturgeschichtsschreibung an, dass die deutsche Nachkriegszeit in entsprechenden Studien peripher behandelt und/oder ästhetisch denunziert wird. (S. 4) Um dem zu begegnen, plädiert er (mit einem Seitenhieb auf das ungenaue und selektive Lesen der Kulturwissenschaft) für einen flächendeckenden Zugriff, der mit einer diskursiven Analyse ästhetischer Polyvalenz (S. 4) einher gehen soll. Ambitioniertes Ziel der Studie ist die philologische Aufarbeitung des deutschen Nachkriegstheaters, seine Einordnung in die Geschichte der Moderne und demnach die Neubewertung der Epoche. Solch ambitionierte Ziele versprechen zudem Impulse für die Forschung: Die vorliegende Abhandlung versteht sich vielmehr als Grundlage weiterer Spezialstudien zum Drama und Theater der Nachkriegszeit (alle Zitate S. 5).
Seiten 313 - 316
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZfdPhdigital.de/ZfdPh.02.2011.313
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