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Dokument Zeitschrift für deutsche Philologie Ausgabe 02 2009
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Inhalt der Ausgabe 02/2009

DOI: https://doi.org/10.37307/j.1868-7806.2009.02
Lizenz: ESV-Lizenz
ISSN: 1868-7806
Ausgabe / Jahr: 2 / 2009
Veröffentlicht: 2009-07-27

Inhalt|;

Inhaltsverzeichnis / Impressum

Aufs�tze

Verloren im Netzwerk. �berlegungen zur Unlesbarkeit der �R�mischen Octavia� Herzog Anton Ulrichs

  • Stephan Kraft

Die gro�en h�fischen Barockromane gelten aufgrund ihres Umfangs, der Vielzahl der in ihnen auftretenden Personen und der Kompliziertheit ihrer Handlung gemeinhin als �unlesbar�. Der Beitrag erl�utert am konkreten Beispiel von Herzog Anton Ulrichs �R�mischer Octavia� und ihren Netzstrukturen, dass eine solche Form der Unlesbarkeit zumindest zum Teil eine historisch bedingte ist, wobei zum einen lesersoziologische und zum anderen mediengeschichtliche Argumente ins Feld gef�hrt werden.

Die �Lokulamente� des Gehirns

  • Jens Loescher

In diesem Aufsatz schlage ich einen Bogen von der �Entdeckung des Gehirns� um 1800 zum schreibenden Goethe. Dass Schreibideation im Gehirn lokalisierbar ist, stellt f�r die Autoren, die im historischen Kontext der Assoziationstheorie Hartleys, Priestleys und der physiologischen Psychologie Purkinjes, Johannes M�llers, Ernst Stiedenroths verortbar sind, ein Faszinosum dar und versieht sie mit einem zentralen Modus literarischer Produktivit�t. Dass Goethe (neben Jean Paul und Lichtenberg) dieser Autorengruppe, also dem �Experimentalsystem Schreiben�, angeh�rt, ist bis jetzt zu wenig beachtet worden.

Jean Paul intermedial

  • Annina Klappert

Die Phantasie als Medium f�r �innere Bilder� und das Exzerptsystem als �technisches Medium� treten bei Jean Paul in ein Wechselspiel zur Generierung von Literatur ebenso wie von Sichtbarkeit im Sinne gr��tm�glicher Erkenntnis. Der Beitrag verfolgt diesen Gedankengang, indem er zun�chst die Phantasie als Medium und sodann das intermediale Wechselspiel von Phantasie und Exzerptsystem extrapoliert.

�Mittelpunkt deutscher Geschichten�

  • Matthias Buschmeier
  • Christian Fieseler

Arnims �Kronenw�chter� sind immer wieder auf die staatlich-politische Umbruchszeit von 1806�1815 bezogen worden. In seinem Roman baut Arnim mit der �Karte von Schwaben� ein symbolisches Dispositiv ein, das eine pr�zise Bestimmung seiner Position in der Diskussion um Reich und Verfassung erlaubt, wenn man den Hinweisen auf die historische Referenzkarte nachgeht, die hier erstmals identifiziert und f�r die Interpretation des Romans nutzbar gemacht wird.

Die Welt als Hasard und Vorstellung

  • Markus Lorenz

Die Abhandlung interpretiert Schnitzlers sp�te Novelle vor dem Hintergrund der pessimistischen Philosophie Schopenhauers. Der Protagonist Kasda erscheint als ein reziprok von metaphysisch grundierten Willensbegierden und von empirischen Illusionen passiv Getriebener. Er erleidet auf der B�hne des Lebens sein vorbestimmtes Schicksal eines Hasardeurs. In der symbolischen Polysemantik der Spielkategorie fallen poetische und empirisch-(sozial) psychologische Geschehensdeterminanten in einer planen Katastrophenstruktur blo�en Re-Agierens zusammen.

Poetik und Ethik der kleinen Form: Franz Kafka, Robert Musil, Heiner M�ller, Michael K�hlmeier

  • Claudia Öhlschläger

Der Beitrag zeigt, dass die Kleine Form der Moderne unter qualitativen Gesichtspunkten der poetischen Erprobung fremder Empfindungs- und Wahrnehmungshorizonte dient, die mit einer Aufmerksamkeit f�r animalische Reiz-Reaktionsschemata konvergiert.

Herr seiner Zeit

  • Thorsten Carstensen

Dieser Beitrag untersucht Peter Handkes Erz�hlung �Don Juan (erz�hlt von ihm selbst)� vor dem Hintergrund der feierlichen Errettung von Sprache, Ich und Wirklichkeit, die f�r das Sp�twerk des Autors so pr�gend ist. Handkes Don Juan ist kein klassischer Eroberer � sein Handeln entfaltet sich vielmehr als offenes, unvoreingenommenes Schauen. Seine amour�sen Abenteuer, von denen er in einer Folge steter Wiederholungen und Varianten berichtet, kulminieren in gegl�ckten Augenblicken, in denen das Ich an einer �m�helosen Gegenwart� teilhat.

Buchbesprechungen|;

Cornelia Ilbrig: Aufkl�rung im Zeichen eines �gl�cklichen Skepticismus�. Johann Karl Wezels Werk als Modellfall f�r literarisierte Skepsis in der sp�ten Aufkl�rung, Wehrhahn, Hannover 2007.

  • Roman Lach

Uta Degner: Bilder im Wechsel der T�ne. H�lderlins Elegien und �Nachtges�nge�, Universit�tsverlag Winter, Heidelberg 2008.

  • Lars Meier

Konrad Kirsch: Die Masse der B�cher. Eine hypertextuelle Lekt�re von Elias Canettis Poetik und seines Romans �Die Blendung�, Konrad Kirsch Verlag, Sulzbach 2006.

  • Bernd Witte

Hadrien France-Lanord: Paul Celan und Martin Heidegger. Vom Sinn eines Gespr�chs, �bersetzung von J�rgen Gedinat, Rombach, Freiburg im Breisgau, Berlin, Wien 2007.

  • M.E. Auer

Rosa Sala Rose: El misterioso caso alem�n. Un intento de comprender Alemania a trav�s de sus letras. Alba, Barcelona 2007.

  • Michael Dobstadt

Call For Papers

Call for Papers: Sonderheft der Zeitschrift f�r deutsche Philologie, hg. v. Eva Geulen und Stephan Kraft: Grenzen im Raum � Grenzen in der Literatur

Wir laden dazu ein, fertige Texte im Umfang von bis zu zwanzig Seiten oder ausf�hrliche Exposees mit einem Umfang von mindestens vier Seiten aus dem Bereich der neueren deutschen Literatur zur Begutachtung einzusenden. In ihnen soll ausgehend von konkreten Textlekt�ren gepr�ft werden, was eine solche Reaktualisierung des Grenzbegriffs sowohl f�r die Diskussion um Be- und Entgrenzungen als auch f�r die Debatte um die Kategorie des Raums in der Literatur �berhaupt beizutragen hat.

Liste eingesandter B�cher|;

Liste eingesandter B�cher

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